Familienbuch Euregio

Wilhelm Smets
* 15.09.1796 rk Reval    + 14.10.1848 Aachen
auch: Philipp Karl Joseph Anton Johann Wilhelm Smets von Ehrenstein, Lenz von Prag, Justus Walter, Wilhelm von Reval 
Beruf: Schriftsteller, Journalist, katholischer Geistlicher 
[Hilgers] [Wikipedia] Wilhelm Smets, *15.09.1796 in Reval, †14.10.1848 in Aachen, war ein deutscher spätromantischer Schriftsteller, Journalist, Pfarrer und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. Philipp Karl Joseph Anton Johann Wilhelm Smets von Ehrenstein, der als Dichter unter den Namen Lenz von Prag, Justus Walter und Wilhelm von Reval auftrat, wurde als Sohn des Schauspielers und ehemaligen Bonner Kriminalrichters Johann Nikolaus Smets von Ehrenstein oder Jakob Wilhelm Smets, geboren 1764 in Eynatten bei Eupen, Künstlername Stollmers, und dessen zweiter Frau, der berühmten Schauspielerin Sophie Schröder, damals noch Sophie Bürger, in Reval geboren. 1798 zog die Familie nach Wien, 1799 nach Breslau, wo deren Ehe geschieden wurde. Nach der Scheidung übergab der Vater den Sohn der Pflege einer Wärterin, mit welcher er bis 1802 in Breslau lebte. Dann zog er mit seinem Vater, der wieder seinen früheren Richterberuf ergriffen hatte, nach Aachen. Ab 1805 besuchte Smets die Sekundarschule in Aachen und hatte Deutschunterricht bei dem Lehrer Christian Quix. Nach dem Tode seines Vaters 1812 erhielt er eine halbe Freistelle am französischen Lyzeum in Bonn. Wegen angeblicher burschenschaftlicher Umtriebe und Stiftung einer deutschtümelnden Verbindung musste er 1813 nach Aachen fliehen und sich dort verborgen halten. Im Herbst 1814 übernahm er eine Hauslehrerstelle bei der Familie des Freiherrn von Mylius auf Schloss Reuschenberg in Bürrig. Nach dem Feldzug gegen Frankreich begab er sich in den Kreis seiner Angehörigen nach Aachen und machte 1816 seine „Gesammelten Gedichte“ bekannt. Im Sommer desselben Jahres wurde er Hauslehrer des Freiherrn Max Friedrich von Forst-Gudenau und reiste im Herbst nach zweimonatigem Aufenthalt mit den Söhnen des Freiherrn auf Schloss Harff bei Bedburg den Rhein hinauf und die Donau hinunter nach Wien, wo er in der gefeierten Schauspielerin Sophie Schröder seine vom Vater totgesagte Mutter wiedertraf. In Bonn freundete er sich 1820 mit Heinrich Heine an. Am 8. Mai 1822 wurde Wilhelm Smets in Köln zum Priester geweiht, wurde als Religionslehrer am königlichen katholischen Gymnasium tätig und wurde 1828 Pfarrer in Hersel, 1832 Oberpfarrer in Münstereifel, 1835 in Nideggen, 1836 in Blatzheim. Nach nur vier Monaten ließ Smets sich am 30. Juni 1837 in den Ruhestand versetzen und kehrte nach Köln zurück, wo er weiterhin das rheinische Kulturleben, besonders als Feuilleton-Redakteur der Kölnischen Zeitung, mit literarischen Arbeiten prägte. In Aachen gehörte er um 1836 zu der Stammtischrunde um den Aachener Novellisten Carl Borromäus Cünzer in der Kaiserlichen Krone. Auf einer Romreise 1841 wurde er durch einen Aachener Landsmann, den päpstlichen Leibarzt Dr. Clemens August Alertz, dem Papst Gregor XVI. vorgestellt und nicht zuletzt deshalb am 19. Juni 1844 zum Kanonikus an das Münster von Aachen berufen. Dort starb er, als Domherr von Aachen, nach eigenen Worten „am gebrochenen Herzen“, am 14. Oktober 1848. Ein von Freunden und Verehrern auf dem Aachener Ostfriedhof errichtetes Denkmal zeigt die Stelle, an der er bestattet wurde. 
[Hilgers] [Grabstein] Ostfriedhof Aachen, Canonicus D. Wilhelm Smets, geboren zu Rival im Estland am 15. September 1796, gestorben zu Aachen am 14. October 1848
Eltern: Nikolaus Smets von Ehrenstein und Sophie Bürger
Link: Wilhelm Smets in Wikipedia
Link: Grabstein D. Wilhelm Smets 1796 - 1848

 
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