Familienbuch Euregio

Martin Wilhelm Fonck
* 28.10.1752 rk Goch    + 28.06.1830 Köln
Beruf: Katholischer Geistlicher, Generalvikar, Dompropst 
[VK] [Taufbuch] Goch, rk, Martinus Wilhelmus Fonck, Taufe 28.10.1752 Goch, Sohn von Theodori Lamberti Fonck und Joannae Catharinae van Veghelt 
[Wikipedia] 2019, Martin Wilhelm Fonck, *28.10.1752 Goch, +28.06.1830 Köln, römisch-katholischer Geistlicher und Dompropst in Köln. 
Nach dem Abitur studierte Fonck Rechtswissenschaften mit dem Abschluss als Lizentiat beider Rechte (utroque jure) und Theologie an der Alten Universität zu Köln. Am 4. Juni 1776 wurde er zum Priester geweiht und war anschließend als Vikar und ab 1781 als Seelsorger in Goch tätig, bevor er als Kanoniker an der Stiftskirche in Kranenburg übernommen wurde. Nach der Aufhebung des Stiftes durch Napoléon im Jahr 1802 wurde Fonck von Bischof Marc-Antoine Berdolet an das zur gleichen Zeit neu eingerichtete Bistum Aachen berufen und dort zum Generalvikar und zum Mitglied des Domkapitels ernannt. Nach dem Tod Berdolets am 13. August 1809 erhob Napoléon Jean-Denis-François Camus zu dessen Nachfolger, der jedoch keine Billigung des Vatikans fand und bis zu seinem Tod, 1814, als Diözesanadministrator amtieren durfte. Danach blieb die Stelle vakant und Fonck war als Kapitularvikar zusammen mit dem neuen Generalvikar Michael Klinkenberg (1772–1822) verpflichtet, bis zur endgültigen Auflösung des Bistums im Jahr 1825 die Aufgaben des Bischofs mit zu übernehmen. 
In dieser Zeit wurde er von König Wilhelm I. der Niederlande für seine besonderen Verdienste in den damals auf niederländischem Staatsgebiet liegenden Bereichen des Bistums Aachen bei Lüttich und Roermond mit dem Orden vom Niederländischen Löwen ausgezeichnet. 
Nachdem 1825 das aufgelöste Bistum Aachen in das Bistum Köln eingegliedert worden war, wurde Fonck als Dompropst zu Köln übernommen, wo er 1830 im Alter von 77 Jahren nach einem Schlaganfall verstarb. Fonck wurde in der Grabanlage des Kölner Domkapitels auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt. 
[WGfF] [Totenzettel] Martin Wilhelm Fonck, *28.10.1752 Goch, +28.06.1830 Köln; Propst der Metropolitan-Domkirche in Köln, Ritter des belgischen Löwen-Ordens, ehemals General-Vicar und Administrator der Aachener Diöcese, und Apostolischer Vicar des zur Preußischen Monarchie gezogenen Theiles des vormaligen Bisthums Lüttich. - Er wurde geboren zu Goch den 28. Oktober 1752 und zum Priester geweiht den 4. Junius 1776. - Die Zeit, in welcher der verklärte lebte, bedurfte, um in die verworrenen und zerrütteten kirchlichen Angelegenheiten Ordnung und Leben zu bringen, eines Mannes, der mit echt christlichem Frommsinn ausgebreitete und gründliche Gelehrsamkeit, mit umfassender Geschäftskenntniß richtigen Blick und Gewandtheit in sich vereinte, und ein solcher Mann war der Hochselige, dessen Verlust wir beweinen. - Bis 1805, wo er von dem ersten Bischofe des neu errichteten Bisthums Aachen zum General-Vicar und zum Mitglie des dortigen Cathedral-Stiftes ernannt wurde, stand er als Canonicus bei der Sftiftskirche zu Cranenburg. Dieser Wirkungskreis war für seine Talente und Fähigkeiten zu beschränkt; die Vorsehung stellte ihn auf den Leuchter, damit sein Licht weit umher leuchtete und sein Wirken segenreich wurde für ferne Zukunft. - Zur dankbaren Anerkennung seiner Verdienste ward er mt den Insignien des belgischen Löwen-Ordens geziert, und bei der Wiederherstellung des Kölnischen Metropolitan-Dom-Kapitels 1825 zur ersten Würde an demselben befördert. Hier wurde ihm, dem verdienstvollen Greise, die seltene Freude zu Theil, das fünfzigste Jahr seines Prieseterthums zu feiern. Aber wenige Jahre nur sollte er der Ruhe und der Früchte seiner vielen Arbeiten genießen; schlagflüssige Zufälle beschleunigten seinen Tod. Er starb, vorbereitet mit den hh. Sterbe-Sakramenten, am 26. Junius 1850. - Seine Seele ruhe in Frieden! 
In Goch wurde 1953 eine Straße nach Martin Fonck benannt.
Eltern: Theodor Lambertus Fonck und Johanna Catharina van Vegelt
Grabstätte des Kölner Domkapitels auf Melaten
Link: Wikipedia: Martin Wilhelm Fonck

 
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