Familienbuch Euregio

Heinrich Böll
* 21.12.1917 rk Köln    + 13.07.1985 Kreuzau-Langenbroich
Beruf: Schriftsteller 
[Wikipedia] Heinrich Theodor Böll, *21.12.1917 in Köln, gestorben 16.7.1985 in Kreuzau-Langenbroich, gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Im Jahr 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur, mit welchem seine literarische Arbeit gewürdigt wurde, „die durch ihren zeitgeschichtlichen Weitblick in Verbindung mit ihrer von sensiblem Einfühlungsvermögen geprägten Darstellungskunst erneuernd im Bereich der deutschen Literatur gewirkt hat“. In seinen Romanen, Kurzgeschichten, Hörspielen und zahlreichen politischen Essays setzte er sich kritisch mit der jungen Bundesrepublik auseinander. Darüber hinaus arbeitete er als Übersetzer englischsprachiger Werke ins Deutsche und als Herausgeber. Heinrich Böll wurde in der Kölner Südstadt (Ecke Alteburger Straße/Teutoburger Straße) geboren. Seine Eltern waren der Schreiner Viktor Böll und dessen Frau Maria (geb. Hermann). Heinrich war das achte Kind und der dritte Sohn seines Vaters; Maria war dessen zweite Frau. Im Krieg hatte Böll hauptsächlich Briefe geschrieben. Nach Kriegsende nahm er jedoch das belletristische Schreiben wieder auf. Daneben übte er verschiedene Gelegenheitsjobs aus. Er ließ sich ebenfalls wieder an der Universität immatrikulieren, jedoch hauptsächlich wegen der Lebensmittelkartenzuteilung. In dieser Zeit ernährte vor allem seine Frau durch ihr regelmäßiges Einkommen als Lehrerin die Familie. Unter dem Titel Kreuz ohne Liebe entstand ab Juli 1946 der erste Nachkriegsroman (Beitrag zu einem Wettbewerb). Bölls erste Kurzgeschichten erschienen 1947 in Zeitschriften. Sie können als Nachkriegsliteratur bzw. als Kriegs-, Trümmer- und Heimkehrerliteratur bezeichnet werden. 1972 erhielt Böll den Nobelpreis für Literatur. 1974 erschien Bölls bis heute wohl bekanntestes Werk, Die verlorene Ehre der Katharina Blum, das einen Beitrag zur Gewaltdebatte der 1970er-Jahre darstellt und sich besonders kritisch mit der Springer-Presse auseinandersetzt. 
[Schagen] Heinrich Böll hat in unserem Familienbuch-Euregio die Personen ID 500.000. Aus meiner Sicht ist er aus vielfachen Gründen ein würdiger Kandidat für diese in der Geschichte unseres Familienbuchs so illustre Zahl. Heinrich Böll war mit seinem Haus in Langenbroich fast sowas wie ein Nachbar meiner Eltern und, wie ich jetzt erst gelernt habe, ist seine Mutter Maria Hermanns in Düren geboren. Böll beschrieb 1972 in einem persönlichen Text namens "Suchanzeigen" ein junges Mädchen, das zwischen Golzheim und Düren zu Fuß unterwegs war. Es ging um seine Mutter, die als Kind "blaß, mit dunklen zur Melancholie neigenden Augen" in der Pletzergasse (in Düren) wohnte. Böll hat einige Texte verfasst, die einen lokalen beziehungsweise regionalen Bezug haben. Der bekannteste ist vielleicht "Die Juden von Drove" aus dem Jahr 1984. Das kleine Dorf ist Böll bei einem seiner Spaziergänge aufgefallen. Er entdeckte einen Gedenkstein, wo einmal eine Synagoge stand und recherchierte die Geschichte der heimischen Juden "wie ein Reporter bei Zeitzeugen, um in Erinnerung zu rufen und in Erinnerung zu behalten". Unsere besten Nachbarn hier in Erp sind mit seinem Sohn Vincent verschwägert, aus diesem Grund war Heinrich Böll des öfteren hier in Erp zu Besuch. Außerdem war er kurz nach dem Krieg in Köln der Mathenachhilfelehrer unserer Freundin Hannelore. Seine mütterlichen Familienwurzeln gehen 12 Generationen zurück bis zu Aegidius Offergeld in Freialdenhoven und damit ist er ein Vetter von Marcel. Er ist also nicht nur ein feiner Promi sondern auch so richtig einer von uns.
Eltern: Viktor Böll und Maria Hermans
Link: Wikipedia: Heinrich Böll
Link: Heinrich Böll Haus in Langenbroich
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Annemarie Cech
* 23.06.1910 rk Pilsen    + 15.11.2004 Kreuzau-Langenbroich
Beruf: Lehrerin, Übersetzerin 
[Wikipedia] Annemarie Böll, geb. Čech, *23.6.1910 in Pilsen, Österreich-Ungarn, heute Plzeň, Tschechien, gestorben 15.11.2004 in Langenbroich, war eine deutsche Übersetzerin. Annemarie Böll, die spätere Frau des Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll, wurde als Annemarie Čech in Pilsen geboren. Ihr Vater Eduard war ein tschechischer Jurist, ihre Mutter Stephanie, geb. Hagen stammte aus dem Rheinland. Ihre Eltern starben früh, und sie wuchs bei Verwandten in Köln auf. 1942 heiratete sie Heinrich Böll, der sie als Freundin seiner Schwester Mechthild kennengelernt hatte. Am bekanntesten sind ihre Übersetzungen aus dem Englischen, so zum Beispiel der Bestseller Der Fänger im Roggen („The Catcher in the Rye“) von Salinger. Sie übersetzte ferner Werke von Brendan Behan, Flann O'Brien, George Bernard Shaw, Saul Bellow, O. Henry und Patrick White. Bei einer Reihe von Übersetzungen arbeitete sie mit ihrem Mann zusammen. Annemarie Böll gehörte 1987 zu den Gründern der Heinrich-Böll-Stiftung und war seit 1991 Vorsitzende und Jurymitglied des Vereins Haus Langenbroich, der Stipendien an verfolgte Künstler vergibt. 
Eltern: Eduard Čech und Stephanie Hagen
Link: Wikipedia: Annemarie Böll geborene Cech

 
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