Familienbuch Euregio

Ernst Sachs
* 22.11.1867 Petershausen / Konstanz    + 02.07.1932 Schweinfurt
Beruf: Unternehmer, Geheimer Kommerzienrat 
[Hilgers] [Wikipedia] Ernst Sachs, *22.11.1867 in Konstanz-Petershausen, †02.07.1932 in Schweinfurt, war ein deutscher Industrieller, Geheimer Kommerzienrat, Dr.-Ing. h. c., Ehrenbürger von Schweinfurt und Erfinder der Freilaufnabe mit Rücktrittbremse am Fahrrad. Nach einer Lehre als Werkzeugmacher in Stuttgart, Schwenningen und Esslingen war Sachs zunächst als Feinmechaniker in Frankfurt am Main tätig, wo er u. a. die Brüder Opel aus Rüsselsheim kennenlernte. Er kam schließlich nach Schweinfurt und heiratete die Tochter von Wilhelm Höpflinger, des Mitbegründers der Schweinfurter Wälzlager-Industrie. 1894 meldete Sachs sein erstes Fahrradnaben-Patent an, ein Jahr später gründete er gemeinsam mit dem Kaufmann Karl Fichtel als Finanzier die „Schweinfurter Präcisions-Kugellager-Werke Fichtel & Sachs“. Ihm gelangen zahlreiche entscheidende Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der Fahrradnaben und der Wälzlager. Die 1903 von Sachs zum Patent angemeldete 'Torpedo-Freilaufnabe' revolutionierte das Fahrradfahren und sicherte der Firma für Jahrzehnte einen Verkaufsschlager. Nach dem Tod des Mitbegründers Karl Fichtel 1911 lagen alle unternehmerischen Entscheidungen bei ihm. Mitten in der Weltwirtschaftskrise starb er 1932 nach kurzer Krankheit im Alter von 64 Jahren an Leukämie. Seine Beerdigung kam einem Staatsbegräbnis gleich. Tausende säumten die Straßen Schweinfurts, als der Leichnam auf einem vierspännigen Wagen zum Hauptfriedhof gezogen wurde, wo ihm sein Sohn Willy Sachs ein monumentales Grabmal errichten ließ. Unter mehreren von ihm finanzierten sozialen Einrichtungen ragt die Stiftung eines Schwimmbades heraus. Das damals wegen seiner modernen Architektur viel gelobte Ernst-Sachs-Bad in Schweinfurt wurde 1931–33 von Roderich Fick erbaut. Es ermöglichte den Arbeitern, die in ihren Wohnungen kaum über Badezimmer verfügten, neben sportlicher Betätigung auch eine in jener Zeit für breite Schichten keineswegs selbstverständliche Körperhygiene.
Link: Ernst Sachs in Wikipedia
Betty Höpflinger
* 1875   
[Hilgers] [Wikipedia] Ernst Sachs kam schließlich nach Schweinfurt und heiratete die Tochter von Wilhelm Höpflinger, des Mitbegründers der Schweinfurter Wälzlager-Industrie. 
[Hilgers] [Wikipedia] In Schweinfurt heiratete Wilhelm Höpflinger 1881 Dorothea Geis, die Tochter eines Schreiners. Zu diesem Zeitpunkt hat das Paar bereits zwei Töchter im Alter von 6 und 5 Jahren. Betty Höpflinger war die älteste Tochter. Sie heiratete Ernst Sachs, den Erfinder der Freilaufnabemit Rücktrittbremse am Fahrrad.
Eltern: Wilhelm Höpflinger und Dorothea Geis
Link: Der Vater Wilhelm Höpflinger in Wikipedia
1 Kind
Willy Sachs
* 23.07.1896 Schweinfurt    + 19.11.1958 Oberaudorf
Beruf: Unternehmer 
[Hilgers] [Wikipedia] Willy Sachs, *23.07.1896 in Schweinfurt, †19.11.1958 in Oberaudorf, war ein deutscher Industrieller, SS-Obersturmbannführer und während des Dritten Reichs Wehrwirtschaftsführer. Er war der einzige Sohn des Schweinfurter Industriellen Ernst Sachs. Nach mehrjähriger Praktikantenzeit bei verschiedenen internationalen Unternehmen wurde Sachs 1923 Vorstandsmitglied und war nach dem Tode seines Vaters ab 1932 Alleininhaber der Fichtel & Sachs AG in Schweinfurt. Von 1925 bis 1935 war Willy Sachs mit Elinor von Opel, Tochter von Wilhelm von Opel und Enkelin des Opel-Gründers Adam Opel, verheiratet. Aus der Ehe stammen zwei Söhne. 1933 wurde er Mitglied der SS und der NSDAP. Als Leiter eines rüstungswichtigen Betriebs war er Wehrwirtschaftsführer. Heinrich Himmler verlieh ihm Orden und Ehrentitel (1943 SS-Obersturmbannführer) und half nach der Scheidung von Elinor von Opel beim Kampf um das Sorgerecht für die Kinder. Im Gegenzug flossen mehrere hunderttausend Mark an Spenden. 1937 heiratete er in zweiter Ehe Ursula Meyer, geb. Prey. Diese Ehe wurde 1947 geschieden. Seit Ende der vierziger Jahre lebte er mit seiner Lebensgefährtin Katharina Hirnböck zusammen. Aus dieser Verbindung stammt Sohn Peter Sachs, dem Willy Sachs 1957 seinen Familiennamen gab. Im Mai 1945 wurde Sachs von US-amerikanischem Militär in Oberaudorf verhaftet und bis Februar 1947 interniert. Im Entnazifizierungsverfahren stuft ihn die Spruchkammer Schweinfurt-Land zweimal als „Mitläufer“ (Kategorie IV) ein. Nach der Freilassung aus der Internierung zog er sich mit 51 Jahren auch offiziell aus der aktiven Geschäftsführung zurück, übernahm den Vorsitz im Aufsichtsrat und beschränkte sich innerhalb der Firma auf repräsentative Aufgaben. In Anerkennung seiner sozialen Verantwortung als Unternehmer erhielt er 1957 das Bundesverdienstkreuz. Als Mäzen des 1. FC Schweinfurt 05 stiftete Sachs 1936 das nach ihm benannte Willy-Sachs-Stadion, damals eine der modernsten und großzügigsten Anlagen in Süddeutschland. Dieses Geschenk an die Stadt sicherte ihm bleibende Popularität über den Tod hinaus. Die von der Schweinfurter „Initiative gegen das Vergessen“ aufgrund seiner Nazi-Verstrickungen initiierte und von der Presse unterstützte Kampagne für eine Umbenennung des Stadions stieß in der breiten Öffentlichkeit nur auf geringe Zustimmung. Die letzten Lebensjahre verbrachte Sachs überwiegend auf dem Gut Rechenau bei Oberaudorf/Inn, wo er sich am 19. November 1958 im Alter von 62 Jahren mit einer Schusswaffe das Leben nahm.
mit Elinor von Opel
Kinder: Gunter
mit Ursula Prey
mit Katharina Hirnböck
Link: Willy Sachs in Wikipedia

 
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