Familienbuch Euregio

Johann Heinrich Pütz
* 12.02.1872 rk Schweilbach / Würselen    + 17.05.1955 Würselen
Beruf: Fuhrmann (1899, 1906), Ackerer (1906) 
[BrauersT] [Taufbuch] Würselen, St. Sebastian, rk, Joannes Henricus Pütz, Taufe am 12.2.1872, Sohn von Andrea Huberti Pütz und Maria Gertrudis Hansen aus Schweilbach
Eltern: Andreas Hubert Pütz und Maria Gertrud Hansen
Totenzettel Agnes Capellmann 1958
Heinrich Pütz als Dirigent des Mariengesangsvereins
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Agnes Capelmann
* 10.10.1871 rk Oppen / Würselen    + 18.04.1958 Würselen
[Taufbuch] Würselen, St. Sebastian, rk, anno 1871 die 12o Octobr. babtizata est Agnes Kapellmann, filia leg. Johannis Nicl. Kapellmann et Joh. Maria Fabre ex page Oppen pat. Mathias Kapellmann, Coloniasis (aus Köln), Agnes Fabre nata Leuchter ex Scherberg
Eltern: Nikolaus Capelmann und Johanna Maria Fabry
Totenzettel Agnes Capellmann 1958
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  02.09.1897 Würselen
[Heiratsbuch] 1897, IIo Septembris ante missam ad hoc cantatam matrimonium inierunt Joannes Henricus Pütz ex Scherberg natus 12. Febr. 1872 filius leg. Andreae Huberti Pütz et M. Gertr. Hansen et Agnes Capellmann filia leg. Joan Nicol. Capellmann et Maria Fabry, conj. in Scherberg, nata 10. Octobr. 1871. Testes erant Jos. Köhnen ex Morsbach et Theresia Pütz ex Scherberg. Pap... 
Lt. Totenzettel von Maria Agnes Capellmann entsprossen dieser glücklichen Ehe 9 Kinder, von denen 4 ihren Eltern in die Ewigkeit vorangingen. 
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Johann Heinrich Pütz wohnte vor seiner Heirat mit Agnes Capellmann in der Südstrasse „ Op der Burg“ und nach der Heirat Südstrasse 52. Dieses Haus, Südstrasse 52 gehörte den Eltern von Johanna Maria Fabry, die nach wenigen Ehejahren mit Nikolaus Capelmann aus Oppen mit dem einzigen noch lebenden Kleinkind von dreien als Witwe ins elterliche Haus zurückkehrt. Die Grosseltern von Agnes Capelmann lebten noch, und von der Bevölkerung werden sie und ihre Mutter Fabry genannt. Johann Heinrich Pütz übernimmt den Handel mit Kohlen und Schlamm, der in den Statistiken aus der Napoleonischen Zeit von der Familie Juders, in die Henri Fabry eingeheiratet hatte, betrieben wurde. Die Landwirtschaft wurde parallel im Familienverband betrieben. 
Die Ländereien aus dem Erbe Pütz und Capelmann waren die Sand- und Kiesgrube untere Paulinenstrasse (früher noch mit Ziegelbrennerei verbunden, mit einer zweiten Ziegelbrennerei auf der Aachernerstrasse), an der Schlossstrasse sowie in Kaiserssruh angrenzend am Nellessenpark von Schloss Nellessen das Wiesenland, ebenso entlang der Buschgasse (heute Paulinenstrasse) auf der linken Seite das Land und das Gebiet des heutigen Sportplatzes zur rechten Seite. Dieses Gebiet wurde auch Pützwiesen auf dem „Kahlemich“ genannt. Heute heisst es Kahlenberg; dabei geht eine alte Bedeutung von Kahlemich, was Kahler Michael bedeutet, verloren. Diese Bezeichnung wird oft für steil aufragende Berge (scharpenberg) verwendet, auf denen Michaelheiligtümer heidnische Kultstätten ersetzen. Das Gebiet hinter dem Fabry-Capelmannhof wurde seit der napoleonischen Zeit „Op de Mairie“ genannt. Dort befand sich die französische Verwaltung La Mairie (Bürgermeisteramt). 
Heinrich Pütz lieferte Kies und Sand für Wege und Strassenbau. Kohlen und Schlamm wurden mit Pferd und Wagen mühselig von Teut durch die Schweilbacherstrasse, dann Richtung Scherberg durch die „Herg“ (heute Brunnenstrasse), aus dem Tal hoch transportiert. Nicht selten gab es nach dieser anstrengenden Prozedur als Belohnung in der Wirtschaft in der Scherbergerstrasse einen Klaren, ehe der Weg bis Südstrasse 52 sein Ende nahm. Beim Weitertransport im Verkauf gab es oft eine Verschnaufpause in der Restauration Schirp Ecke Paulinenstrasse-Aachenerstrasse. 
In der Restauration Schirp fanden auch die Proben des Männergesangsvereins (Mariengesangverein) statt, den Heinrich Pütz (Pütze Hinz) jahrelang dirigierte. Unter den Mitgliedern befanden sich viele seiner Brüder und die Ehemänner seiner Schwestern (14 Geschwister). In der Zeit der Dirigentenschaft von Heinrich Pütz erlangte der Chor zwei Preise bei Wettbewerben. Einmal in Eupen, dann beim Internationalen Wettbewerb für Chöre in Kerkrade. 
Dort wird von Robert Schumann das Liedgut aus dem Themenkreis „Wald“ aufgeführt. Um die richtige Inspiration für diese Thematik in sich intuitiv aufzunehmen, geht Heinrich Pütz während der Probezeit vor der Aufführung jeden Morgen zur Zeit der Dämmerung, wenn die Natur erwacht, über den Kahlemich durch den Wald und über kleine Pfade durch die Büsche ins Tal über die Brücke an der Wolfsfurt, an der Wurm vorbei nach Adamsmühle. 
Das Tal ist erfüllt mit Vogelstimmen und bei Sonnenaufgang beginnen die vielen Farbtönungen der Landschaft zu leuchten, - mit dem kleinen Fluss, der seit der Eiszeit ruhig und gleichmässig durch die saftiggrünen Sumpfwiesen fliesst. Zu dieser Erlebniskomposition von Natur und Waldatmosphäre kommt das besonders schöne Echo des Tales, das alle Scherberger von Kindheit an kennen. 
Dieses innere Erleben trägt der geborene Dirigent in die Chorproben und bringt die musikalisch begabten Sänger zu der Leistung als Chor, die ihnen in Kerkrade vor einer internationalen Jury den Ersten Preis im internationalen Wettbewerb für Chöre einbringt. 
Das Ereignis wird eine Woche lang von allen Scherbergern und auch noch mit Würselenern gefeiert. Den Rückkehrern von Kerkrade, die auf Lastwagen gefahren kommen, werden spotan Triumpfbögen aus Birken, Zweigen und Blumenschmuck errichtet. Die Freude ist übergross. Alle Arbeit ruht. Der kleine Ort ist durch dieses Ereignis über sich selbst hinausgewachsen. Im Goldenen Buch (Archiv Würselen) ist die Geschichte des Chores der zwanziger Jahre festgehalten. Viele Anekdoten, die bis heute in Umlauf sind, warten noch auf ihre Aufzeichnung. (Text Isabelle Pütz nach Erzählungen ihres Vaters Peter Pütz) 
7 Kinder
Anna Maria Pütz
* 26.06.1898 rk Scherberg / Würselen    + 10.12.1980
[BrauersT] [Taufbuch] Würselen, St. Sebastian, rk, Anna Maria Pütz, Taufe am 26.6.1898, Tochter von Joannis Henrici Pütz und Agnetis Capellmann aus Scherberg; Bemerkung: oo 09.11.1921 
[Totenzettel]
∞ Würselen mit Hubert Friedrich Hilden
Totenzettel Maria Hilden geb. Pütz +1980
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Therese Pütz
* 24.08.1899 rk Scherberg / Würselen   
[BrauersT] [Taufbuch] Würselen, St. Sebastian, rk, Theresia Pütz, Taufe am 24.8.1899, Tochter von Henrici Pütz und Agnetis Capellmann aus Scherberg
mit Heinrich Grosseneux
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Gertrud Pütz
* 09.1899 rk Scherberg / Würselen    + 22.09.1899 Scherberg / Würselen
[Sterbeurkunde] Würselen, Gertrud Pütz, +22.09.1899 Scherberg, 3 Wochen, geb. in Scherberg, Tochter von Johann Heinrich Pütz, Fuhrmann, und Agnes Capellmann
Gertrud Pütz
* 26.06.1900 Scherberg / Würselen   
[BrauersT] [Taufbuch] Würselen, St. Sebastian, rk, Gertrudis Pütz, Taufe am 26.6.1900, Tochter von Joannis Henrici Pütz und Agnetis Capellmann aus Scherberg
mit Heinrich Meessen
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Josef Pütz
* 1902 Scherberg / Würselen    + 1948 Scherberg / Würselen
aus: Scherberg gestern und heute, S. 39 "Den elterlichen Betrieb führte Josef Pütz (geb. 1902) fort. Doch bereits im Alter von 46 Jahren verstarb er. Seine alten Eltern hatten ihn noch überlebt. Da zwei Kinder aus seiner Ehe mit Hubertine Weidenhaupt im frühen Kindesalter gestorben waren, blieb der Hof ohne Erben. Nur wenig später gab Frau Pütz den Hof auf."
∞ Aachen mit Hubertine Weidenhaupt
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Agnes Pütz
* 14.02.1908 Scherberg / Würselen    + 01.06.2000
[Totenzettel]
∞ Würselen-Scherberg mit Heinrich Weidenhaupt
Totenzettel Agnes Weidenhaupt geb. Pütz +2000
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Peter Pütz
* 19.04.1910 Scherberg / Würselen    + 31.12.1962 Scherberg / Würselen
Peter Pütz kam 1948 aus französischer Kriegsgefangenschaft.
∞ Aachen mit Sybilla Baur
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