Familienbuch Euregio

Jacob Baehr
* 20.12.1856 jd Brühl    + 17.05.1917 Brühl
Beruf: Kaufmann 
[Geburtsurkunde] Brühl 219/1856, Jacob Baehr, *20.12.1856 Brühl, Sohn von Levy Baehr, 40 Jahre, Lumpensammler, und Sibilla Heiden, 32 Jahre, Eheleute, wohnhaft in Brühl; Zeugen: Stephan Heiden, 26 Jahre, Tagelöhner, Brühl; Peter Kraemer, 36 Jahre, Tagelöhner, Brühl  
[KürtenSiebert] S.176, Jakob Baehr, Kaufmann in Brühl, *20.12.1856 Brühl, +17.05.1917 Brühl; Ehemann von Amalie Schweizer 
[Schulte] Linker Niederrhein, S. 280, Nr. 32: Jakob Baehr, 1856-1917 (Holztafel) 
[Epidat] Digitale Edition, brh-94, 2015 [Grabstein] Jüdischer Friedhof Brühl: Hier ruht unser lieber Vater Jakob Bähr, geb. 20.12.1856, gest. 17.5.1917. - Ende der 60er Jahre war noch eine Holztafel bzw. -platte vorhanden, so aus Liste60 zu entnehmen, aus der die vier wiedergegebenen deutschen Zeilen stammen. Schulte verzeichnet den Namen ebenfalls in seiner Liste. In der Bestandsaufnahme 1982 ist vermerkt, dass der Grabstein fehlt.
Eltern: Levy Baehr und Sibilla Heid
Link: Steinheim-Institut: Grabstein-Epigraph von Jakob Bähr
Amalie Schweizer
* 09.12.1853 jd Groß-Vernich    + 07.01.1943 Köln-Müngersdorf
[KürtenSiebert] S.176, Amalie Schweizer, *09.12.1853 Groß-Vernich, +07.01.1943 Köln-Müngersdorf, Grab auf dem Jüdischen Friedhof in Köln-Bocklemünd; verheiratet mit Jakob Bähr, Kaufmann in Brühl; Tochter von Andreas Schweizer und Carolina Leven 
[BeckerJákli] S.295f, Amalie Bähr geb. Schweizer, *09.12.1853 Klein-Vernich, Ehefrau von Jakob Bähr, lebte in Brühl in der Kempishofstraße 6. Die Einwohnermeldekartei Brühls verzeichnet sie am 05.08.1942 als unbekannt verzogen.  
[Sterbeurkunde] Köln-Ehrenfeld 23/1943, Amalie Baehr geb. Schweizer, +7.1.1943 Köln-Müngersdorf, Fort V (Lager); wohnhaft in Köln-Müngerdorf, Fort V; *09.12.1853 in Groß-Vernich; Witwe von Jakob Baehr; Tochter von Andreas Schweizer und Karolina geb. Leven, beide zuletzt wohnhaft in Groß-Vernich; Anzeigender: Eugen Jakobi, Lehrer a. D., Köln, Horst Wesselplatz 14; Randvermerke: Hinzufügung und Löschung des zusätzlichen Vornamens "Sara" 
Opfer der Shoa
Eltern: Andreas Schweizer und Carolina Leven
5 Kinder
Henriette Bähr
* 17.02.1884 jd Dormagen   
[BeckerJákli] S.296, Henriette Bähr, *17.02. oder 17.12.1884 Dormagen, verheiratet mit Hermann Kirmsen, Tochter von Jakob Bähr und Amalie Schweizer. Henriette Kirmsen geb. Bähr zog 1911 nach Berlin.
mit Hermann Kirmsen
Emma Bähr
* 25.11.1886 jd Brühl    + 17.11.1955 Betzdorf
[BeckerJákli] S.318f, Emma Bähr, *25.11.1886 Brühl, +17.11.1955 Betzdorf, Heirat am 17.05.1923 mit Josef Wilhelm Hundertmarck; Tochter von Jakob Bähr und Amalie Schweizer. Emma Bähr heiratete 1923 den Bankbeamten Josef Wilhelm Hundertmarck aus Köln. 1930 zog das Ehepaar nach Betzdorf an der Sieg. Durch den Status ihres Mannes als Nichtjude war Emma zunächst vor Deportation geschützt. Wahrscheinlich entging sie auch den Deportationen 1944 (Deportation der in "Mischehe" lebenden Ehepartner). Sie starb 1955 in Betzdorf.
mit Josef Wilhelm Hundertmarck
Alexander Bähr
* 17.02.1890 jd Brühl    + 05.05.1979 Köln
Beruf: Kaufmann 
[BeckerJákli] S.296, Alexander Bähr, Kaufmann, *17.02.1890 Brühl, +05.05.1979 Köln, Sohn von Jakob Bähr und Amalie Schweizer. Alexander Bähr zog 1925 nach Köln. Er heiratete eine Nichtjüdin. Der Deportation entging er durch Untertauchen, häufigen Ortswechsel innerhalb Deutschlands.
Karl Bähr
* 23.12.1892 jd Brühl   
Beruf: Kaufmann 
[BeckerJákli] S.296, Karl Bähr, Kaufmann, *23.12.1892 Brühl, zum 08.05.1945 für tot erklärt, Sohn von Jakob Bähr und Amalie Schweizer. Karl Bähr zog am 27.04.1931 nach Köln, Bismarckstra0e 60. Im März 1935 kehrte er nach Brühl in die Wohnung seiner Mutter, Kempishofstraße 6, zurück. Am 19.07.1942 wurde er von hier aus - wahrscheinlich zusammen mit seiner Mutter - der Gestapo zur Deportation ausgeliefert. 
[Gedenkbuch] Karl Bähr ist nicht in dem Gedenkbuch des Bundesarchivs aufgeführt (2015). 
Opfer der Shoa
Karoline Bähr
* 28.02.1894 jd Brühl   
Lina Bähr 
[BeckerJákli] S.297, Karoline (Lina) Bähr, *28.02.1894 Brühl, zum 08.05.1945 für tot erklärt, Tochter von Jakob Bähr und Amalie Schweizer. Die geistig behinderte Karoline Bähr lebte bei ihrer Mutter in der Kempishofstraße 6. Am 29.04.1942 wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt Bendorf-Sayn eingewiesen und von dort aus am 15.06.1942 deportiert. Sie ist im Lager Izbica verschollen. 
[Gedenkbuch] Karoline Bähr, *28.02.1894 Brühl, wohnhaft in Brühl und Bendorf-Sayn (Heil- und Pflegeanstalt); deportiert am 15.06.1942 ab Koblenz - Köln - Düsseldorf nach Sobibor, Vernichtungslager; für tot erklärt 
Opfer der Shoa

 
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