Familienbuch Euregio

Kurt Bachmann
* 22.06.1909 jd Düren    + 23.02.1997 Köln
Beruf: Gerber, Politiker 
[Geschichtswerkstatt] Kurt Bachmann, *22.6.1909 Düren, +23.2.1997 Köln, Sohn von Max Bachmann und Elfriede Klaber, Heirat am 1.9.1935 mit Alice Wertheim, Adresse Düren Kaiserplatz 19; Köln, Ausbildung in einer Gerberei; Handlungsbevollmächtigter, 1923/24 Abschluss der Realschule Düren, 1938 Emigration nach Frankreich, 1939 Verhaftung, 1940 Flucht und illegale Tätigkeit für die KP in Toulouse (frdl. Auskunft Aaron Knappstein), am 08.09.1942 Deportation aus Frankreich, Überlebender. 
[Wikipedia] Kurt Bachmann, *22.6.1909 Düren, +23.2.1997 Köln, war ein deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Von 1969 bis 1973 war er Vorsitzender der Deutschen Kommunistischen Partei. Der Sohn eines kaufmännischen Angestellten und Sozialdemokraten war jüdischer Herkunft und gelernter Gerber. 1929 wurde Bachmann Mitglied der KPD-nahen Revolutionären Gewerkschafts-Opposition (RGO), 1932 KPD-Mitglied. 1938 ging Bachmann zusammen mit seiner ebenfalls jüdischen Frau Alice für seine Firma nach Frankreich, wo er nach Kriegsausbruch 1939 interniert wurde. 1942 wurde Bachmann verhaftet und kam mit seiner Frau Alice in einen Transport nach Auschwitz. Da er arbeitsfähig war, trennte man ihn von den anderen; seine Frau wurde ermordet. Bachmann war Insasse verschiedener KZ-Lager, zuletzt des KZ Buchenwald, wo er wieder Anschluss an die KPD fand. 1945 wurde er Lizenzträger der Volksstimme, des KPD-Organs in Köln, war Mitgründer der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), 1949–56 als enger Mitarbeiter Max Reimanns Sekretär im KPD-Parteivorstand und Dozent an Parteischulen. Bei der Bundestagswahl 1965 kandidierte er für die Deutsche Friedensunion. Ab 1967 betrieb er die Gründung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), war 1969–73 Parteivorsitzender, danach noch bis 1990 Mitglied im Parteivorstand. In den 1980er und 1990er Jahren trat Bachmann in Köln bei zahlreichen Kundgebungen der Friedensbewegung, bei Kundgebungen gegen Fremdenhass und gegen faschistische Veranstaltungen auf.
Eltern: Max Bachmann und Elfriede Klaber
Link: Wikipedia - Kurt Bachmann
Link: Geschichtswerkstatt Düren - Die Deportation Dürener Jüdinnen und Juden
Link: VNN zum 100. Geburtstag von Kurt Bachmann
Alice Wertheim
* 07.04.1914 jd Duisburg    + Auschwitz
Alisa Wertheim 
[Gedenkbuch] Alice Alisa Bachmann geb. Wertheim, *7.4.1914 Duisburg, wohnhaft in Düren und Köln; Emigration nach Frankreich; Deportation am 9.9.1942 ab Drancy nach Auschwitz; für tot erklärt 
[YadVashem] Alisa Bachmann geb. Wertheim, *1914, Tochter von Zali und Matilda; wohnhaft in Toulouse, Frankreich; Gedenkblatt eingereicht von ihrer Schwester Hilda Kviletzki, Israel, 1957 
[YadVashem] Alice Bachmann geb. Wertheim, *1915 Duisburg, Tochter von Sally und Mathilda; Ehefrau von Kurt Bachmann; Gedenkblatt eingereicht von ihrer Nichte Daniela Goldmann-Wertheim, Israel 
[YadVashem] Alice Bachmann geb. Wertheim, *7.4.1914 Duisburg, Tochter von Sally Wertheim und Mathilde Berg; verheiratet, wohnhaft in Köln; umgekommen um 1942 in Auschwitz; Gedenkblatt eingereicht von ihrer Cousine Janet Isenberg-Bernd, Glen Rock, New Jersey, USA, 2011 
Opfer der Shoa
Eltern: Sally Wertheim und Mathilde Berg
  01.09.1935
[Geschichtswerkstatt] Heirat am 1.9.1935 zwischen Kurt Bachmann, Sohn von Max Bachmann und Elfriede Klaber, und Alice Wertheim, Tochter von Sally Wertheim und Mathilde Berg 

 
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