Familienbuch Euregio

Luise Hensel
* 30.03.1798 lu Linum    + 18.12.1876 Paderborn
Aloysia Maria Hensel 
Beruf: Dichterin, Erzieherin, Gesellschafterin, Lehrerin 
[Wikipedia] Luise Hensel, *30.3.1798 Linum in Brandenburg, +18.12.1876 Paderborn; religiöse Dichterin. 
[Familienforschung] Dr. Rüdiger Krüger, Annalen zu Luise Hensel, 2008: Luise (Aloysia) Maria Hensel, *30.3.1798, Taufe am 23.4.1798, viertes Kind nach Wilhelm, Ludwig und Karoline. Die Kinder und besonders Luise sind geprägt durch die pietistisch-empfindsame Atmosphäre des Elternhauses. 
Nach dem Tod des Vaters zieht die Familie Hensel 1810 nach Berlin. Luise besucht kurzzeitig die Realschule, muss aber bald schon den Unterhalt der Familie durch Handarbeiten mit bestreiten, da die Pension des Vaters nicht im vollem Umfang und nur unregelmäßig ausbezahlt wird. 
Im September 1816 lernt Luise Hensel im Staegemannschen Salon den Romantiker Clemens Brentano kennen, der ebenso heftig wie erfolglos um sie wirbt. Die beiden wird jedoch eine lebenslange Freundschaft verbinden. Brentanos Gedichte an Luise Hensel geben ein Zeugnis dieser großen Liebe und engen Künstlerfreundschaft. 
1816 / 1817 schreibt Luise Hensel ihr berühmtestes Lied, das Abendgebet „Müde bin ich, geh zur Ruh, schließe meine Augen zu.” In der Folge entstehen - vor allem bis in die Mitte der 1820er Jahre - ihre bis heute bekannten religiösen Lieder. 
Am 7.12.1818 tritt Luise Hensel in der Berliner St. Hedwigs-Kirche vom lutherischen Glauben zum Katholizismus über. 
1819 geht Luise Hensel als Gesellschafterin der Fürstin Salm nach Münster und nach Düsseldorf, 1821 als Hauslehrerin zur Gräfin Stolberg nach Sondermühlen und Brauna, 1823 bis 1826 nach Wiedenbrück, um ihrem Pflegesohn Rudolf Rochs, dem Sohn ihrer verstorbenen Schwester Karoline, in den bekannt guten Schulen und vor allem dem dortigen katholischen Gymnasium eine gute Bildung zukommen zu lassen. 
1827 wird Luise Hensel Lehrerin am St. Leonhard-Stift in Aachen. Hier unterrichtete sie u.a. Franziska Schervier, spätere Gründerin des Ordens der „Armen Schwestern vom Hl. Franziskus“, Clara Fey, spätere Gründerin des Ordens der „Schwestern vom Armen Kinde Jesu“, sowie Pauline von Mallinckrodt, spätere Gründerin der Paderborner Blindenschule und der „Schwestern der christlichen Liebe”. 
1833 zieht Luise Hensel nach Berlin, zunächst zu ihrer Mutter, dann für rund drei Jahre in die Familie ihres Bruders Wilhelm. Sie führt den Haushalt und übernimmt die Erziehung dessen Sohnes Sebastian und pflegt gleichzeitig ihre Mutter bis zu deren Tod 1835. 
Nach 1837 übernimmt sie in rastloser Folge caritative Aufgaben in verschiedenen Städten, lebt 1853 bis 1872 in Wiedenbrück, worauf sie schließlich in die Nähe ihrer Schülerin aus Aachener Zeiten Pauline von Mallinckrodt nach Paderborn zieht. Dort starb sie am 18.12.1876 im Westfalenhof; am 20.12.1876 wird sie auf dem Ostfriedhof beerdigt. 
Nach ihr wurde in Aachen eine Straße benannt. 
[Lüth] [WGfF] [Totenzettel] Zur frommen Erinnerung an Fräulein Louise Hensel, geboren zu Linum bei Berlin 31. März 1798, gestorben zu Paderborn den 18. Dec. 1876 an den Folgen einer Wassersucht, wiederholt mit den hl. Sakramenten versehen. Die Verewigte stammte aus einer frommen protestantischen Predigerfamilie, denen sie bis in die letzte Stunde eine innig dankbare Liebe bewahrte. Sie selbst kehrte in ihrem 21. Jahre, ihrer durch Studium, Gebet und höhere Erleuchtung gewonnenen Ueberzeugung folgend, in den Schooß der hl. römisch-katholischen Kirche zurück. ...
Eltern: Ludwig Hensel und Johanna Albertina Trost
Link: Wikipedia: Luise Hensel
Link: Stiftung Wiedenbrücker Schule: Annalen zu Luise Hensel zusammengestellt von Dr. Rüdiger Krüger
Link: Totenzettel Louise Hensel, *1798
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Persönlichkeiten im Spiegel Aachener Straßen

 
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