Otto Hahn, Äquatortaufe Juni 1971, Peter bei der Operation zur Vorbereitung auf die Äquatortaufe.

Auf dem Operationstisch

Gefesselt auf dem Operationstisch wird der Täufling von allen mitgebrachten Krankheiten der nördlichen Halbkugel gereinigt. Dafür sorgt ein geschultes Ärzteteam aus dem Gefolge des Neptun, das durch vielfältige äußere und innere Anwendungen den Kandidaten zu seinem Heil verhilft. Beißende Rezepturen aus Meeresfauna und -flora werden dem Täufling eingeflößt, um jegliche Krankheitskeime von innen zu besiegen und die eigenen Abwehrkräfte für das Leben in den südlichen Gefilden zu stärken. Um auch von außen die Krust selbst der hartnäckigsten Bakterien zu zerstören, wird er gesalbt mit frisch gewonnenem Haifischblut und Fangopackungen, soeben importiert vom Meeresgrund. Öl längst versunkener Tankschiffe wird zur Desinfektion aufgetragen. Um die Wirkung zu beschleunigen und den Dreck abzuschütteln, wird der Körper mit ein paar gekonnten Hieben und Schlägen ausgeklopft. Da hilft weder Zetern noch Klagen. Da hilft nur eins: eine großzügige Spende an das durstige Ärzteteam. "Wieviel Kisten willst Du spenden?" - "Eine ..." - "Was, nur eine, Du elender Geizkragen?" - "Au! Nein, nein, zwei ... zwei Becher Ziegenmilch!"
Äquatortaufe auf dem Nuklearschiff Otto Hahn
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